Was ist Erleuchtung


In allen Epochen der Menschheitsgeschichte gab es Menschen, die diesen Zustand Erleuchtung beschreiben.

Er wurde mit allen möglichen Worten belegt. Erleuchtung, Transzendenz, mystische Erfahrung, Einssein, Erwachen, Verwirklichung, Realisierung, Gottes-Schau … Schon zu Zeiten der alten Griechen von Platon, Sokrates und Parmenides wurde davon berichtet. Auch bei den Ägyptern, bei den Mayas, im Islam bei den Sufis, bei den christlichen Mystikern im Mittelalter, im alten Japan beschrieben Menschen dieses Phänomen.

Was Erleuchtung wirklich ist, lässt sich am besten anhand von Beschreibungen von Menschen, die Erleuchtung erlangt haben, vermitteln.

 

Diese Menschen beschreiben in ihren Berichten, wie sie die Welt neu erleben. Hier ein paar Beispiele.

aus einem Esoterikforum

Mein Ich war nicht mehr. Mein Antrieb war nicht mehr. Ich hatte kein Gefühl für Zeit, sie hatte auch keinerlei Bedeutung. Ich sah zum ersten Mal die Menschen, wie sie wirklich sind. Ich war nur noch pur Beobachter. Keine Gedanken. Hellwach. In mir war eine absolute Liebe. Ich hatte das Gefühl, dass ich alles verstehe.

 

Yolande Duran aus ihrem Buch "Die Frau, die an einem ganz normalen Sommertag plötzlich keine Gedanken mehr im Kopf hatte", S. 32

Diese „Sache" kann man nur erleben, und das Leben wird dann sehr einfach. Du hast nichts mehr zu tun, alles tut sich von selbst. Man sieht die Dinge sich abspielen, man sieht sehr klar, dass es alles Traum ist, alles Illusion, nicht vorhanden, obgleich es erscheint.

 

Yolande Duran aus ihrem Buch, S. 25

Du siehst mit den Augen wie zuvor, du siehst die Dinge erscheinen, wie immer, und zugleich nimmst du diese Stille wahr, diese unaufhörliche Präsenz, die dir nicht gestattet in der Vergangenheit oder der Zukunft zu sein.

 

Eine Erleuchtete in einer Email an mich

Ich erfahre seit dieser Zeit es so, dass alles, was im Moment erlebt wird, alles ist, "was ist". Und danach verschwindet alles wieder im Nichts. Es gibt natürlich Bilder von einer sogenannten Vergangenheit, aber die haben keine Bedeutung mehr, das ist zusammenhanglos, so, als ob das keinem Ich geschehen ist. Da ist niemand, der etwas ändern will, muss etc. Alles ist, wie es ist, ist ein momentaner Ausdruck des Lebens.

 

Aus einem Blog eines Erleuchteten (Tom Piresah)

Da ist nichts. Da ist nur Gewahrsein. Ich bin alles, was passiert. Alles, was ist, ist ich. Es gibt keine Trennung von irgendwas. Gewahrsein und dessen Inhalt sind gar nicht zwei verschiedene Sachen.

Diese Stille ist absolute Freiheit. Es gibt darin keine Person und kein Gut oder Schlecht. Alles, was auftaucht, IST einfach. Handlungen tauchen auf. Gedanken tauchen auf.

 

David Hawkins im Buch "Das All-sehende Auge", S. 142

Es gibt nichts, das man wissen müsste, und es bleiben keinerlei Fragen. Alle Ziele sind vollkommen erreicht und alle Wünsche befriedigt. Das Selbst ist frei von Wünschen und Wollen oder Streben. Es hat bereits alles aufgrund der Tatsache, dass das alles "ist". Alles-was-ist zu sein, schließt jeden möglichen Mangel aus, und es bleibt auch nichts zu tun übrig.

 

Hier finden Sie weitere Erleuchtungsberichte. Sie alle sind sehr ähnlich. Sodass der Schluss fast sicher ist, dass es sich dabei um ein einheitliches Erleben handelt, das aber trotzdem verschiedene Ausprägungen hat.

 

Diese Erfahrungsberichte sind das Einzige, auf was Sie sich bei Erleuchteten verlassen können. Der Rest ist ein wahlloses Gestochere im Trüben. Ich werde darauf noch zu sprechen kommen.

 

Eine Gemeinsamkeit gibt es. Erleuchtung passiert meist in einem plötzlichen Augenblick. Der Unterschied von einem zum anderen Erleuchteten ist: Die Erleuchtung kann wieder verschwinden, sie kann sich intensivieren, sie kann nachlassen, sie kann ein zweites Mal kommen, sie kann nie wieder kommen … Und alle beliebigen Kombinationen daraus.

Wenn Sie mich vor fünf Jahren gefragt hätten, was Erleuchtung ist, hätte ich Ihnen eine Aufzählung von Dingen gegeben, die alle Erleuchteten gemeinsam haben. Aber heute bin ich weg davon. Diese Dinge werden zwar vom einen oder anderen erlebt, aber manche haben sie teilweise, manche haben sie hin und wieder, manche hatten sie nur einmal und dann verschwinden sie wieder, manche hätten sie nur gerne. Aber irgendwas ist anscheinend da, was anders als bei unsereiner ist.

 

Die folgenden Eigenschaften wurden schon in Erwachensberichten erwähnt:

 

Sie denken, dass sie alles um sich herum sind. Der Stuhl, der Vogel, die Berge das Universum – alles. Alles ist Eins.

Das Ich ist verloren - Die Person hat aufgehört zu existieren.

Es wird nur Frieden und Stille empfunden.

Gedanken sind still oder können entkoppelt beobachtet werden.

Stolz gibt es nicht mehr.

Es gibt nichts mehr, über das Ärger empfunden wird.

Das Schamgefühl ist verschwunden.

Ereignisse, die sonst Schock oder Aufgewühltsein auslösen, betreffen einen nicht mehr.

Erinnerungen, die früher starke Emotionen auslösten, sind plötzlich neutral.

Alles ist federleicht.

Überall sehen sie nur Liebe, Stille und Frieden.

Sie sind von nichts mehr getrennt.

Das Leben geschieht einfach, Entscheidungen werden nicht mehr gefällt.

Die Beziehungen zu Menschen haben ihre Bedeutung verloren – man braucht niemanden mehr.

Die Angst vor dem Tod ist verschwunden.

Zeit wird nicht mehr erlebt – alles ist ein einziger, jetziger Moment.

Nichts im Leben kann kontrolliert werden. Das Leben entscheidet, nicht man selbst.

Das Leben ist vorprogrammiert - Es läuft ab ohne mein Zutun. Der freie Wille ist eine Illusion

Es herrscht vollkommenes Vertrauen in das Leben

Vergangenheit und Zukunft werden als nicht real empfunden. Gedanken an Vergangenheit und Zukunft fallen so gut wie weg.

Sie brauchen keine Sicherheiten mehr. Das Leben kümmert sich um sich selbst – sie empfinden: Sie sind das Leben.

Sie leben in totaler Angstfreiheit. Keine Zukunftsangst, keine Angst vor dem Alleinsein, keine Angst vor dem Scheitern, keine Sorgen, keine Probleme mehr.

Es gibt keine Ziele, keine Aufgaben, keine Wünsche mehr.

Man hört auf zu urteilen und zu verurteilen.

Es gibt keine Probleme mehr.

Alles, was es braucht – IST bereits.

Sie erleben, dass diese Welt nicht wirklich ist, sie ist eine Illusion, ein Traum.

Das Ende aller Fragen – sie wissen: DAS ist es.

 

Für mich, wenn ich das so lese, klingt das paradiesisch attraktiv. Es bedeutet die Welt auf der Erfahrungsebene so zu erleben, wie sie scheinbar in einer realeren Ebene tatsächlich aufgebaut ist. In mir entstand der Wunsch, diesen Zustand auch zu erreichen. Wer könnte dir dabei besser helfen, so dachte ich, als die Erleuchteten selber.

Aber erstens, SO paradiesisch scheint es in Wahrheit nicht zu sein. Das hätten die nur alle gerne. Ein Teil davon ist nur am Anfang da, ein Teil ist hin und wieder da, aber niemals alles und ständig auf einmal. Zweitens, das Schlimmere ist: Es werden „Wahrheiten“ daraus abgeleitet, die frei erfunden sind. Und drittens das Schlimmste ist: Sie sind dadurch weder allwissende Weise geworden noch wissen sie, wie man dahinkommt. Aber sie tun so.

Davon handelt dieses Buch:

 

Buch über das Scheinwissen der Erleuchteten
Darin wird ausführlich auf Osho eingegangen.

 

 


 

Erleuchtete haben dieses eine Erlebnis gehabt, da sind sie echt, aber wenn man deren gepredigte Lehren auf die Waagschale der Substanz legt, dann erkennt man Glaube, und nicht Wissen. 

Zitat Werner Ablass in seiner 5 Sterne Rezension, kurz vor seinem Tod: "Ich habe das Buch praktisch in einem Rutsch durchgelesen! ... Schonungslos wahrhaftig mit sich selbst deckt der Autor die Triebfeder der "Maschine Mensch" auf, wobei der sogenannte Erleuchtete mitnichten eine Ausnahme darstellt..."
 

Buch anschauen

 

 


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